Unseren Rosenschnittkurs durften wir in diesem Jahr wieder bei unserem Mitglied Irmgard Ullmer ausrichten. Unsere fachkundigen Referenten waren Gertraud Gschwendtner und Gartenpfleger Peter Kleinknecht. Insgesamt waren 20 weitere Personen anwesend, um ihr Wissen aufzufrischen und drängende Fragen loszuwerden. Aufgrund der Veranstaltungsnotiz in der Presse kamen sieben weitere Interessierte. Wie immer wurde zuerst das Werkzeug gezeigt und besprochen. Neben einer guten Gartenschere und durchstoßfesten Handschuhen sind die Augen das wichtigste Werkzeug, da damit manchmal zum Beispiel in Kolonien von Blattläusen auch kleine Schlupfwespenlarven zu entdecken sind. Dann ist jedoch meist kein weiteres Eingreifen nötig, denn die Natur hilft sichselbst.
Danach wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt und die Praxis an Beet-, Rambler-, Strauch- und Kletterrose gezeigt. Grundprinzipien des Schnitts sind die Entfernung abgestorbener und kranker Teile, das Auslichten bei zu starkem Austrieb sowie die Erhaltung der Blühfreudigkeit durch einen guten Ausgleich von älteren und jungen Trieben. Außerdem gilt: Starker Rückschnitt führt zu starkem Austrieb, schwacher Rückschnitt bringt schwachen Austrieb. Es wird jeweils auf ein Auge nach außen oder in einer günstigen Richtung geschnitten, dabei setzt man knapp (ca. 5 mm) oberhalb des gewünschten Auges an und schneidet schräg von diesem weg, damit der Regen nicht auf das Auge geleitet wird. Immer kundiger konnten die Teilnehmer*innen im Verlauf selbst erkennen, wo ein günstiger Schnitt anzusetzen war.
Begeistert und voll Tatendrang verabschiedeten sich diese nach knapp zwei Stunden. Somit ist zu hoffen, dass sie das Erlernte mit Freude und Erfolg im eigenen Garten umsetzen können.
Text: Manuela Kleinknecht.



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